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ÖKOPROFIT Kanton Zürich: Halbzeit mit Rückenwind

Intep leitet die Geschäftsstelle ÖKOPROFIT im Kanton Zürich. Nach dem Erreichen der Halbzeit der aktuellen Vertragsdauer zieht Projektleiterin Catherine Schumacher Bilanz und blickt auf die zweite Programmhälfte.

Catherine, wie würdest du die bisherige ÖKOPROFIT-Phase zusammenfassen?

Die drei Jahre lassen sich gut in drei Phasen beschreiben: 2024 stand ganz im Zeichen der Übergabe vom AWEL an intep. 2025 haben wir intensiv an den Programminhalten, dem Auftritt und dem Ausbau unseres Netzwerks gearbeitet. Und 2026 liegt der Fokus darauf, die eingeführten Prozesse in der Praxis zu verankern und anzuwenden.

Was waren die zentralen Learnings der ersten Hälfte?

Die grösste Herausforderung war, Betriebe für das Basisprogramm 2026 zu gewinnen. Wir haben viel in den Webauftritt, Webinare und Newsletter investiert. Was letztlich am stärksten gewirkt hat, waren aber persönliche Empfehlungen bestehender Betriebe und die direkte Vermittlung durch Berater:innen. Dort wird der konkrete Nutzen des Programms am glaubwürdigsten sichtbar, weil Menschen über ihre eigene Erfahrung sprechen.

Gab es Überraschungen im bisherigen Verlauf?

Durchaus. Positiv überrascht hat uns, wie gross das Bedürfnis nach einem niederschwelligen Einstiegsprogramm wie ÖKOPROFIT ist. Dieses Jahr begleiten wir 8 Basisbetriebe und 15 Klubbetriebe aus der ganzen Schweiz, was uns besonders freut, weil auch Unternehmen aus St. Gallen, Thurgau und Bern dabei sind. Gleichzeitig haben wir gelernt, dass der richtige Startzeitpunkt zentral ist. Mit dem Wechsel auf einen Frühlingsstart haben wir nun einen Rahmen geschaffen, der besser zu den betrieblichen Planungsprozessen passt.

Welche Schwerpunkte setzt das Programm inhaltlich?

Im Basisprogramm schaffen wir zuerst ein gemeinsames Fundament. Viele Nachhaltigkeitsverantwortliche übernehmen diese Rolle zusätzlich zu anderen Aufgaben und sind nicht immer fachlich ausgebildet, deshalb ist es wichtig, dem Umweltteam die nötigen Grundlagen zu vermitteln. Da sich das Programm an Betriebe aus verschiedenen Branchen richtet, ist es bewusst breit angelegt: Die ersten vier Kurstage vermitteln Fachwissen, die letzten vier fokussieren auf die praktische Umsetzung im Betrieb. Das Klubprogramm funktioniert anders: Es wird jedes Jahr neu auf die Bedürfnisse und aktuellen Themen der Teilnehmenden abgestimmt. Das ist für mich persönlich ein Highlight, weil wir dabei spannende Referate organisieren und Themen aufgreifen können, in die sich die Betriebe wirklich vertiefen wollen.

Wie erlebst du den Austausch innerhalb der ÖKOPROFIT-Community?

Der Austausch ist ein zentraler Bestandteil des Programms. Die letzten drei Kursnachmittage des Basisprogramms finden bei den teilnehmenden Betrieben vor Ort statt, inklusive Betriebsführung. Das gibt spannende Einblicke in die Praxis und stösst oft neue Ideen für den eigenen Betrieb an. Beim Netzwerkanlass kommen dann Basis- und Klubbetriebe zusammen. Neueinsteigende und erfahrene Betriebe treffen aufeinander und können sich gegenseitig inspirieren. Diese Begegnungen sind oft der Moment, in dem der Mehrwert von ÖKOPROFIT besonders spürbar wird.

Was habt ihr im letzten Jahr konkret weiterentwickelt?

Wir haben gezielt an drei Bereichen gearbeitet: dem Webauftritt, der Sichtbarkeit des Programms und den Inhalten selbst. Ein konkretes Beispiel ist der Umweltbericht, den wir überarbeitet, neu gestaltet und inhaltlich ergänzt haben, damit ihn die Betriebe auch intern besser nutzen können. Unser übergeordnetes Ziel dabei ist immer dasselbe: die Unternehmen so zu befähigen, dass sie möglichst viel konkreten Nutzen aus dem Programm ziehen.

Was motiviert dich persönlich bei ÖKOPROFIT?

Besonders motivierend ist für mich die Auszeichnungsveranstaltung am Ende des Programmjahres. Dort zu sehen, wie die Betriebe ihr Engagement feiern, sich austauschen und sich oft direkt fürs Klubprogramm anmelden, macht den konkreten Mehrwert von ÖKOPROFIT sichtbar. Es ist schön, KMU in der Schweiz auf diesem Weg zu begleiten und mitzuerleben, wie sie sich weiterentwickeln und so ihren Beitrag zur Umwelt leisten.

Was sind die zentralen Ziele für die zweite Programmhälfte?

In der zweiten Halbzeit möchten wir beobachten, wie sich das Programm mit den vorgenommenen Anpassungen weiterentwickelt, und daraus lernen. Ein zentrales Ziel ist, 2027 erneut mit einem vielfältigen Mix an Unternehmen ins Programmjahr zu starten und das Netzwerk weiter zu stärken.

Möchten Sie Teil der ÖKOPROFIT-Familie werden?

Das Programm richtet sich an Unternehmen, die ein Umweltmanagementsystem aufbauen, ihr bestehendes mit neuen Zielen erweitern oder ihre Mitarbeitenden für Umwelt-, Ressourcen- und Klimathemen sensibilisieren möchten, und dabei gleichzeitig Kosten sparen wollen.

Das Basisprogramm bietet einen strukturierten Einstieg: acht Kurstage mit Fachwissen und praxisorientierter Umsetzung, Betriebsbesuche bei anderen Teilnehmenden und eine Auszeichnung am Ende des Programmjahres. Im Klubprogramm vertiefen erfahrene Betriebe jedes Jahr neue Themen und bleiben so am Puls aktueller Entwicklungen.

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