Urbanisierung der Energiewende in Stuttgart

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Kommunale Ressourcenstrategie für Stuttgart

01. Februar 2021 | Claudia Bucher

Das Energiekonzept „Urbanisierung der Energiewende in Stuttgart“ wurde im Januar 2016 vom Gemeinderat beschlossen. Es ist das zentrale Umsetzungsinstrument für die Energiewende in Stuttgart. Die Stadt verfolgt damit das Ziel, sich bis 2050 zur klimaneutralen Landeshauptstadt zu entwickeln. Zur Beschleunigung der Umsetzung hat Oberbürgermeister Fritz Kuhn im Jahr 2019 das Aktionsprogramm „Weltklima in Not – Stuttgart handelt“ auf den Weg gebracht.

Der Gemeinderat hat beschlossen, dass städtische Neubauvorhaben den Plusenergie-Standard erfüllen müssen und bei Sanierungsvorhaben das Ziel der Klimaneutralität angestrebt wird. Außerdem wurde festgelegt, dass Gebäude bis zu zwei Vollgeschossen soweit möglich in Holz- oder Holzhybridbauweise erstellt werden, der Einsatz von Recyclingbaustoffen mindestens 30% und der Anteil an Begrünung der Gebäudehülle ebenfalls 30% betragen muss.

 

Dazu wird für Stuttgart eine Ressourcenstrategie entwickelt, mit dem Ziel, die direkten Einflussmöglichkeiten der Stadt bei Bauvorhaben nutzen zu können. Intep erstellt für Stuttgart ein Gutachten, welches als Basis für die Ressourcenstrategie dient und dafür zum einen quantitative Grundlagen schaffen und zum anderen basierend auf der Analyse von Umweltauswirkungen und möglichen Verbesserungspotenzialen Handlungsempfehlungen geben soll. Abschließend wird auf Basis des Gutachtes ein städtisches Baustoffinventar erstellt. So soll prognostiziert werden, wie etwa im Rahmen von „urban mining“ bereits verwendete Baustoffe aus vorhandenen Infrastrukturen zurückgewonnen werden können.