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ISO 14001:2026 steht bevor – das ändert sich im Umweltmanagement

Die internationale Umweltmanagementnorm ISO 14001 wird derzeit überarbeitet. Nach aktueller Planung soll ISO 14001:2026 im dritten Quartal 2026 veröffentlicht werden und damit die heutige Version ISO 14001:2015 ablösen.

Auch wenn keine „Totalrevision“ zu erwarten ist, bringt die neue Ausgabe spürbare Präzisierungen und neue Schwerpunkte, die Unternehmen frühzeitig im Blick haben sollten.

Was ist bereits bekannt zur ISO 14001:2026?

Die Revision fällt voraussichtlich moderat aus: Der Aufbau (High Level Structure) bleibt bestehen, viele Anforderungen werden geschärft und präzisiert. Zu den wichtigsten Änderungen zählen:

  • Klima- und Umweltveränderungen werden stärker in Kontextanalyse und Planung integriert (z. B. Klimawandel, Biodiversität, Ressourcenverfügbarkeit).
  • Der Lebenszyklusgedanke sowie die Betrachtung von Wertschöpfungs- und Lieferketten werden weiter gestärkt.
  • Ein neuer Abschnitt zur Planung und Steuerung von Änderungen im Umweltmanagementsystem (Management of Change) ist vorgesehen.
  • Anforderungen an Kennzahlen, Berichterstattung und Kommunikation zur Umweltleistung werden präzisiert. Zudem wird der Leitfaden in Anhang A deutlich erweitert, um die Auslegung zu erleichtern.

Unterschiede zur ISO 14001:2015

Statt neuer Grundanforderungen ist vor allem mit folgenden Punkten zu rechnen:

  • klarere Formulierungen bestehender Anforderungen (z. B. Umweltaspekte, Risiken/Chancen)
  • stärkere Verknüpfung von Umweltmanagement, Strategie und Klimarisiken
  • weitergehende Einbindung externer bereitgestellter Prozesse, Produkte und Dienstleistungen

Übergangsfrist: Was gilt für zertifizierte Unternehmen?

Mit Veröffentlichung der neuen Norm beginnt eine Übergangsperiode, in der Zertifikate nach ISO 14001:2015 weiterhin gültig bleiben.

Aktuell wird von einer Übergangszeit von mindestens 18 Monaten bis zu etwa drei Jahren ausgegangen. Die genaue Dauer wird der internationale Akkreditierungsverbund (IAF) nach Publikation festlegen. Spätestens zum Ende dieser Frist muss das Umweltmanagementsystem auf ISO 14001:2026 umgestellt sein, um die Zertifizierung ohne Unterbruch fortzuführen.

Was bedeutet die ISO 14001:2026 für Ihr Unternehmen?
  • Kurzfristig: Kein unmittelbarer Handlungsdruck – bestehende Zertifikate bleiben gültig.
  • Mittelfristig: Empfehlenswert ist eine Gap-Analyse in 2025/2026, um Klima-, Lieferketten- und Lebenszyklus-Themen im bestehenden System gezielt zu prüfen.

Unterstützung bei der Vorbereitung

Wir unterstützen Sie gerne bei der Vorbereitung auf ISO 14001:2026 – insbesondere bei der Überarbeitung Ihrer Umweltaspekteanalyse sowie bei der effizienten Planung der Umstellung. Sobald die finale Normfassung und die formellen Übergangsregeln vorliegen, informieren wir Sie mit einem Update und konkreten Handlungsempfehlungen.

Ihre Ansprechperson

Geschäftsführer

Beat Stemmler

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