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Interkommunale Wärmeplanung im Konvoi-Verfahren

Auftraggeber:in

Stadt Tauberbischofsheim

Zeitraum

Seit 2025

Ergebnis

Bestands- und Potenzialanalyse mit digitalem Zwilling
Szenarienermittlung und Wärmewendestrategie
Planung für eine dekarbonisierte und sichere Wärmeversorgung

Wie gelingt die Wärmewende bis 2028 auch in kleineren Kommunen? Im Taubertal setzen Tauberbischofsheim, Külsheim und Werbach auf eine interkommunale Wärmeplanung im Konvoi-Verfahren. Durch die Bündelung von Ressourcen und Kompetenzen entsteht eine effiziente, abgestimmte und wirtschaftliche Grundlage für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung. Intep unterstützt die Kommunen bei der Entwicklung einer gemeinsamen Wärmewendestrategie.

Die Ausgangslage

Bis spätestens Juni 2028 sind alle Kommunen in Deutschland auf Basis des seit 2024 geltenden Wärmeplanungsgesetzes (WPG) verpflichtet, eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Die Wärmeplanung soll den Kommunen sowie der Öffentlichkeit Orientierung zu möglichen künftigen Wärmeversorgungsoptionen geben – sowohl zu leitungsgebundenen Lösungen in Form von Wärmenetzen als auch zu dezentralen Versorgungsformen (z. B. Wärmepumpen oder Pelletheizungen).

Für kleinere Städte und Gemeinden stellt diese Aufgabe eine besondere organisatorische und fachliche Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund entschieden sich die Städte Tauberbischofsheim und Külsheim sowie die Gemeinde Werbach für ein interkommunales Vorgehen im Konvoi-Verfahren, um Synergien zu nutzen und eine abgestimmte Grundlage für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung zu schaffen. Zur Ausarbeitung des Konzepts wie zur fachlichen und prozessualen Begleitung wurde intep beauftragt.

Unser Beitrag

Intep erarbeitet für die drei Kommunen eine interkommunale Wärmeplanung gemäß dem aktuellen Handlungsleitfaden und dem Technikkatalog des Landes Baden-Württemberg. Auf Basis einer umfassenden Bestandsanalyse erfassen und kartieren wir die bestehenden Wärmebedarfe, Infrastrukturen und Energieträger und bilden diese in einem digitalen Zwilling ab. Darauf aufbauend analysieren wir Effizienz-, Einspar- und Erzeugungspotenziale und entwickeln robuste Szenarien für eine dekarbonisierte Wärmeversorgung bis 2040. Die Szenarien bilden die Grundlage für Gebietseinstufungen, die Ausweisung geeigneter Wärmenetz- und Einzelversorgungsgebiete sowie einen abgestimmten Dekarbonisierungspfad.

Ein zentraler Bestandteil ist die Entwicklung einer interkommunalen Wärmewendestrategie mit räumlich verorteten Maßnahmen und priorisierten Fokusgebieten. Ergänzend begleitet intep den Prozess durch Akteurs-, Gremien- und Öffentlichkeitsbeteiligung, um Transparenz, Akzeptanz und Umsetzbarkeit der Ergebnisse sicherzustellen. Die Ergebnisse werden in verständlichen Fachberichten, digitalen Kartenwerken und Energiekennwerten aufbereitet und den Kommunen zur weiteren Nutzung übergeben.

Ihre Ansprechperson

Senior Consultant

Stefan Schmied