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LuzernSüd: Fußverkehr fördern mit KI und Drohnen

Auftraggeber:in

Gemeindeverband LuzernPlus, Stadt Kriens, Gemeinde Horw

Zeitraum

Seit 2026

Ergebnis

Reallabor Fußverkehr in periurbanem Raum

Im Reallabor LuzernSüd erprobt intep gemeinsam mit der HSLU, Gemeinden im Entwicklungsraum LuzernSüd und der Bevölkerung neue Ansätze zur Förderung des Fußverkehrs im periurbanen Raum. Kurze Autofahrten sollen durch Gehen ersetzt werden, mit Gesundheitsnutzen statt Umweltappellen als zentralem Argument.

Die Ausgangslage

Der Entwicklungsraum LuzernSüd ist trotz guter ÖV-Erschließung und vorhandener Fußwegnetze stark vom motorisierten Individualverkehr geprägt, auch auf Distanzen von wenigen hundert Metern. Diese Verkehrsmuster belasten die lokalen Zentren, mindern die Aufenthaltsqualität und verschenken erhebliches Gesundheitspotenzial. Dabei wäre Gehen auf vielen Strecken eine realistische Alternative: Die Nettozeitkosten sind oft geringer als angenommen, und der individuelle Gesundheitsnutzen des Gehens übersteigt den Umweltnutzen bei Weitem. Fußverkehrsförderung in periurbanen, teils hügeligen Räumen ist in der Schweiz bislang kaum erprobt. Das Reallabor LuzernSüd schließt diese Lücke und schafft damit überregionale Vorbildwirkung. Das Projekt wird von der Albert Koechlin Stiftung (AKS) finanziell gefördert.

Unser Beitrag

Gemeinsam mit der HSLU entwicklet intep im Rahmen des Reallabors verhaltenswissenschaftlich fundierte Kommunikationskampagnen, die gezielt auf den individuellen Gesundheitsnutzen des Gehens setzen. Ergänzt werden diese durch Botschaften, die lokale Identität und Verbundenheit ansprechen, ein Ansatz, den intep bereits in einem Forschungsauftrag für den Bund erprobt hat. Partizipative Bürgerbeteiligungsformate binden die Bevölkerung aktiv in den Prozess ein. Das Kompetenzzentrum Mobilität und das Applied AI Lab der HSLU setzt zudem drohnenbasierte, KI-gestützte Erhebungen ein, um Fußgängerverhalten an zentralen Lagen holistisch zu analysieren: Heat Maps machen für Entscheidungsträger:innen sichtbar, wo Infrastrukturmaßnahmen die Attraktivität für den Fußverkehr erhöhen können. Ziel ist es, kostengünstige Verhaltensinterventionen und Infrastrukturmaßnahmen zu identifizieren, die den Fußverkehr wirksam steigern, und die gewonnenen Erkenntnisse auf andere periurbane Räume übertragbar zu machen.

Ihre Ansprechperson

Senior Consultant

Matthias Mahler