Wir identifizierten zunächst die relevanten Klimafolgen und bewertete die daraus resultierenden Risiken für die drei Jugendzentren. Hierfür entwickelten wir eine Klimafolgenmatrix, mit der wir die Risiken für unterschiedliche Gebäudeteile systematisch erfassten und bewerten.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Beteiligung der Gebäudenutzenden. Jugendliche und Mitarbeitende der Jugendzentren bezogen wir als Expert:innen für die jeweiligen Gebäude in den Entwicklungsprozess ein. In einem Workshop erfassten wir gemeinsam die bereits wahrnehmbaren Auswirkungen des Klimawandels und die spezifischen Herausforderungen der Gebäude.
Die Beteiligung führten wir anschließend prozessbegleitend fort. Die unterschiedlichen Nutzergruppen banden wir dabei über auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Beteiligungsformate in die Entwicklung von Maßnahmen ein. Auf diese Weise konnten die Erfahrungen und Anforderungen der Nutzenden unmittelbar in die fachliche Bearbeitung einfließen.
Auf Grundlage der Risikoanalyse und der Ergebnisse aus dem Beteiligungsprozess erarbeiteten wir einen Maßnahmenkatalog zur Klimaanpassung. Die entwickelten Maßnahmen wurden bewertet und priorisiert und bildeten eine Grundlage für die weitere klimaangepasste Entwicklung der drei Jugendzentren. So wurden im Rahmen des städtischen Förderprojekts MitMachKlima unter anderem am Jugendtreff Ost Maßnahmen zur Verschattung und Begrünung angestoßen, um den Standort besser an zukünftige Klimabelastungen anzupassen.