de

Klimaanpassung von drei Jugendzentren in Bamberg

Auftraggeber:in

Stadt Bamberg

Zeitraum

2022

Ergebnis

Konzept zur Klimaanpassung für drei Jugendzentren

Wie können Gebäude auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet werden? Diese Frage stellte sich auch die Stadt Bamberg für drei Jugendzentren. Gemeinsam mit den Gebäudenutzenden entwickelte intep hierfür ein Klimaanpassungskonzept mit konkreten Maßnahmen zur Stärkung der Klimaresilienz.

Die Ausgangslage

Die Folgen des Klimawandels sind bereits heute spürbar: Wetterereignisse wie extreme Hitze und Starkregen nehmen in Häufigkeit und Intensität zu. Dadurch verändern sich auch die Anforderungen an die gebaute Umwelt.

Um Risiken für Gebäude und ihre Nutzenden frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen abzuleiten, ist eine standortspezifische Analyse der klimatischen Rahmenbedingungen erforderlich. Auf dieser Grundlage können Handlungsfelder identifiziert und Anpassungsmaßnahmen entwickelt sowie priorisiert werden.

Vor diesem Hintergrund akquirierte die Stadt Bamberg für die Jugendzentren Margaretendamm, Ost und Gaustadt eine 100-prozentige Bundesförderung für die Erstellung von Klimaanpassungskonzepten. Im Rahmen des Vorhabens beauftragte die Stadt intep mit der Entwicklung entsprechender Konzepte für die drei Standorte. Der Fokus lag auf den baulichen Bedarfen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Neben der fachlichen Bewertung der Gebäude sollten auch die Erfahrungen und Bedürfnisse der jeweiligen Nutzenden berücksichtigt werden.

Unser Beitrag

Wir identifizierten zunächst die relevanten Klimafolgen und bewertete die daraus resultierenden Risiken für die drei Jugendzentren. Hierfür entwickelten wir eine Klimafolgenmatrix, mit der wir die Risiken für unterschiedliche Gebäudeteile systematisch erfassten und bewerten.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Beteiligung der Gebäudenutzenden. Jugendliche und Mitarbeitende der Jugendzentren bezogen wir als Expert:innen für die jeweiligen Gebäude in den Entwicklungsprozess ein. In einem Workshop erfassten wir gemeinsam die bereits wahrnehmbaren Auswirkungen des Klimawandels und die spezifischen Herausforderungen der Gebäude.

Die Beteiligung führten wir anschließend prozessbegleitend fort. Die unterschiedlichen Nutzergruppen banden wir dabei über auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Beteiligungsformate in die Entwicklung von Maßnahmen ein. Auf diese Weise konnten die Erfahrungen und Anforderungen der Nutzenden unmittelbar in die fachliche Bearbeitung einfließen.

Auf Grundlage der Risikoanalyse und der Ergebnisse aus dem Beteiligungsprozess erarbeiteten wir einen Maßnahmenkatalog zur Klimaanpassung. Die entwickelten Maßnahmen wurden bewertet und priorisiert und bildeten eine Grundlage für die weitere klimaangepasste Entwicklung der drei Jugendzentren. So wurden im Rahmen des städtischen Förderprojekts MitMachKlima unter anderem am Jugendtreff Ost Maßnahmen zur Verschattung und Begrünung angestoßen, um den Standort besser an zukünftige Klimabelastungen anzupassen.

Senior Consultant

Katrin Smit