Strategische Anpassung an Klimafolgen für resiliente Kommunen.
Hitze, Starkregen, Dürre: Die Folgen des Klimawandels sind in Städten, Gemeinden und Landkreisen schon heute spürbar und sie treffen Menschen direkt: in ihrer Gesundheit, ihrer Sicherheit, ihrem Alltag. Ein kommunales Klimaanpassungskonzept schafft die Grundlage, um zu verstehen, wen und was der Klimawandel wie stark trifft, wo Handlungsbedarf am dringlichsten ist und wie Kommunen heute vorsorgen, bevor Schäden entstehen.
Was ist ein Klimaanpassungskonzept für Kommunen?
Ein Klimaanpassungskonzept (KAK), auch Klimafolgenanpassungsstrategie genannt, analysiert systematisch, wie sich der Klimawandel auf eine Kommune auswirkt, wo die größten Risiken bestehen und welche Maßnahmen die Verwundbarkeit reduzieren. Im Unterschied zum integrierten Klimaschutzkonzept, das auf die Reduktion von Treibhausgasemissionen zielt, geht es beim KAK darum, die unvermeidlichen Klimaveränderungen in ihrer konkreten lokalen Wirkung zu verstehen und die Kommune widerstandsfähiger zu machen.
Methodisch stehen Klimaprojektionen, Gefährdungsanalysen und GIS-gestützte Hotspot-Kartierungen im Mittelpunkt. Die Betroffenheitsanalyse bewertet für jedes Handlungsfeld, etwa Menschliche Gesundheit, Wasserwirtschaft, Biodiversität oder Landwirtschaft, wie stark die jeweiligen Auswirkungen des Klimawandels bereits heute sind und wie sie sich bis 2050 oder 2100 entwickeln werden.
Auf dieser Grundlage werden Hotspots verortet: bebaute Gebiete und soziale Infrastrukturen (z. B. Kindergärten, Schulen, Pflegeheime), die einer besonders hohen Klimarisikolage ausgesetzt sind, etwa durch Überwärmung oder Überflutung.
Abgrenzung: Kommunales Klimaanpassungskonzept vs. Hitzeaktionsplan
Ein Hitzeaktionsplan (HAP) ist ein eigenständiges Instrument, das sich auf einen spezifischen Klimarisikoaspekt konzentriert: die gesundheitliche Bedrohung durch Hitzewellen, insbesondere für vulnerable Bevölkerungsgruppen. Er enthält Sofortmaßnahmen, Kommunikationspläne und baulich-planerische Empfehlungen zur Hitzeminderung. Intep erstellt Hitzeaktionspläne als eigenes Produkt oder als Bestandteil eines umfassenden kommunalen Klimaanpassungskonzepts – je nach Ausgangslage und Zielsetzung der Kommune.
Förderung kommunaler Klimaanpassungskonzepte
Klimaanpassungskonzepte für Kommunen sind über die Förderrichtlinie „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ (DAS) des Bundesumweltministeriums förderfähig, mit bis zu 80 % der förderfähigen Kosten (finanzschwache Kommunen bis zu 90 %). Das KAK bildet zudem die Grundlage für weiterführende investive Klimaanpassungsmaßnahmen sowie für das geförderte Klimaanpassungsmanagement (FSP A.2).
Warum Klimaanpassung in Kommunen jetzt wichtig ist
Klimaextremereignisse nehmen in Häufigkeit und Intensität zu. Die Folgen sind konkret: Hitzewellen belasten vulnerable Bevölkerungsgruppen, Starkregen überfluten Keller und Straßen, Dürren gefährden Trinkwasserversorgung und Landwirtschaft. Kommunen, die heute systematisch analysieren, wen und was der Klimawandel trifft, können gezielt vorsorgen, und schützen damit Menschen, Infrastruktur und Natur.