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Integriertes Klimaschutzkonzept für Kommunen

Luftaufnahme einer Kleinstadt mit historischer Altstadt und dichter Bebauung – beispielhafter kommunaler Raum für Klimaschutzkonzepte.

Der Grundstein zur Erreichung kommunaler Klimaziele

Mit einem integrierten Klimaschutzkonzept schaffen Kommunen die strategische Grundlage zur Erfüllung ihrer Klimaschutzziele: belastbare Emissionsdaten, klare Szenarien, ein praxistauglicher Maßnahmenkatalog und eine Struktur, die Klimaschutz dauerhaft in Verwaltung und Politik verankert. Wir begleiten Verwaltungen von Treibhausgasbilanz bis Verstetigung: partizipativ und förderfähig.

Was ist ein integriertes Klimaschutzkonzept?

Ein integriertes Klimaschutzkonzept (IKK) ist das zentrale Steuerungsinstrument für den kommunalen Klimaschutz. Es analysiert systematisch, wo Treibhausgasemissionen entstehen, welche Reduktionspotenziale bestehen und welche Maßnahmen die größte Wirkung erzielen. Im Unterschied zu einem Teilkonzept, das nur einzelne Sektoren wie Energie oder Mobilität betrachtet, erfasst das IKK alle relevanten Handlungsfelder einer Kommune.

Grundlage ist eine Treibhausgas- und Energiebilanz nach dem deutschlandweit anerkannten BISKO-Standard (Bilanzierungs-Systematik Kommunaler Klimaschutz). BISKO stellt sicher, dass Emissionen nach einheitlicher Methodik erfasst und mit anderen Kommunen vergleichbar werden. Auf dieser Datenbasis werden Szenarien entwickelt, die zeigen, unter welchen Bedingungen die Klimaschutzziele – etwa Treibhausgasneutralität bis 2040 oder 2045 – erreichbar sind. Ein priorisierter Maßnahmenkatalog übersetzt diese Szenarien in konkrete Handlungsschritte.

Das integrierte Klimaschutzkonzept nach Kommunalrichtlinie (NKI) ist zudem Voraussetzung für weiterführende Förderprogramme, etwa das Anschlussvorhaben Klimaschutzmanagement (Fortsetzungsförderung nach dem Erstvorhaben).

Warum Kommunen auf das integrierte Klimaschutzkonzept setzen

Kommunen sind zentrale Akteure der Energiewende: Sie steuern Bauleitplanung, Liegenschaften, kommunale Unternehmen, öffentliche Mobilität sowie die Pflege und Entwicklung kommunaler Grün- und Freiflächen. Gleichzeitig steigt der politische und gesellschaftliche Druck, Klimaschutzziele zu konkretisieren und nachweisbar umzusetzen.

Rechtlicher und förderpolitischer Rahmen

  • NKI-Voraussetzung: Das IKK ist Bewilligungsvoraussetzung für Klimaschutzmanagement (NKI) und weiterführende Konzepte. 
  • Bis zu 90% Zuschuss: Konzepterstellung und Klimaschutzmanagement wird mit bis zu 70 % der förderfähigen Kosten bezuschusst, finanzschwache Kommunen und Antragsteller aus Braunkohlegebieten erhalten bis zu 90 %. 
  • Anerkannter Standard: BISKO-Bilanz als anerkannter Bundesstandard, auch für Klimaschutzpläne auf Landes- und Bundesebene relevant. 
  • Bedingung für Maßnahmenförderung: Förderprogramme für Maßnahmenumsetzung (z. B. KfW, BAFA, EFRE) setzen oft ein IKK voraus. 

Strategische Vorteile für die Kommune

  • Evidenzbasierte Entscheidungsgrundlage: Investitionen werden dort priorisiert, wo sie den größten Beitrag zur Zielerreichung leisten. 
  • Emissionspfad und Szenarien machen Klimaschutzziele intern und gegenüber der Politik kommunizierbar. 
  • Maßnahmen für die klimaneutrale Verwaltung stärken die Vorbildfunktion der Kommune. 
  • Partizipativer Prozess sichert die Akzeptanz bei Verwaltung, Bürger:innen und lokaler Wirtschaft. 
  • Verstetigungs- und Controllingkonzept ermöglicht eigenständige Fortschrittsmessung nach Projektabschluss. 

Unsere Leistungen rund um integrierte Klimaschutzkonzepte

Icon von Flipchart mit Grafik und Text

Treibhausgas- und Energiebilanz

  • Vollständige THG-Bilanz nach BISKO-Standard  
  • Erfassung aller Sektoren (Energie, Gebäude, Mobilität, Wirtschaft)  
  • Einbezug nicht-energetischer Emissionen und biogener Senken aus der Landnutzung 
  • Vergleich mit kommunalem und nationalem Durchschnitt 
  • Datenpflege und Qualitätssicherung 
Icon mit dem Wort CO2 in einer Wolke, darunter ein Pfeil als Symbol für Emissionsreduktion.

Potenzialanalyse und Szenarien

  • Technisch und wirtschaftlich realisierbare THG-Minderung je Handlungsfeld 
  • Entwicklung von Klimaschutz- und Referenzszenario  
  • Absenkpfad zur Treibhausgasneutralität 
  • Betrachtung des LULUCF-Sektors: Potenziale natürlichen Klimaschutzes und biogener Senken 
Icon von Klemmbrett mit darübergehaltener Lupe

Maßnahmen, Beteiligung und Verstetigung

  • Ortsspezifischer Maßnahmenkatalog: sektorübergreifend und für die klimaneutrale Verwaltung 
  • Bewertung nach Wirkung, Umsetzbarkeit, Kosten  
  • Partizipative Maßnahmenentwicklung: Kerngruppe, Fachgespräche, öffentliche Formate 
  • Kommunikationsstrategie und Öffentlichkeitsarbeit
  • Verstetigungs- und Controllingkonzept mit Erfolgsindikatoren 
  • Unterstützung bei Gremienpräsentationen und Beschlussfassung 

Der Ablauf: Vom Projektstart zum beschlossenen Klimaschutzkonzept

Die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts folgt einer strukturierten Methodik, die wissenschaftliche Belastbarkeit mit lokaler Passung und breiter Beteiligung verbindet. Typische Laufzeit: 12 bis 18 Monate.

1.Kick-off und Datenerhebung: Gemeinsam mit der Verwaltung werden Systemgrenzen, Bilanzjahr und Datenquellen definiert. Anschließend bilanziert intep Energie- und Verbrauchsdaten aus allen relevanten Sektoren – von kommunalen Liegenschaften und Fuhrparks über den lokalen Stromverbrauch bis zu Mobilitätsdaten.  

2. THG- und Energiebilanz nach BISKO: Die erhobenen Daten werden mit sektorspezifischen Emissionsfaktoren in CO-Äquivalente umgerechnet. Über den BISKO-Standard hinaus bilanziert intep auf Wunsch auch Emissionen und Senken aus der Landnutzung (LULUCF-Sektor), wie z. B. Waldflächen, Moorböden oder landwirtschaftliche Flächen. Die Ergebnisse werden in einem Basisjahr-Bericht aufbereitet und mit der Verwaltung abgestimmt. 

3. Potenzialanalyse und Szenarienentwicklung: Auf Basis der Bilanz analysiert intep das realisierbare THG-Reduktionspotenzial je Sektor. Daraus werden Szenarien entwickelt: Ein Referenzszenario bildet die Trendentwicklung ab; ein Klimaschutzszenario zeigt den Pfad zur Treibhausgasneutralität unter ambitionierten Annahmen. Beides wird als Absenkpfad mit jährlichen Zielwerten und sektoralen Meilensteinen dargestellt – als Grundlage für politische Beschlüsse und Fördermittelanträge. 

4. Maßnahmenentwicklung und Bewertung: Intep entwickelt einen ortsspezifischen Maßnahmenkatalog: sektorübergreifend und mit einem eigenen Kapitel zur klimaneutralen Verwaltung. Jede Maßnahme wird nach Wirkung, Umsetzbarkeit, Kosten, Verantwortlichkeit und Zeithorizont bewertet und priorisiert. Die Entwicklung erfolgt in enger Abstimmung mit der Verwaltung und unter Einbezug externer Expertise aus Wirtschaft, Verbänden und Zivilgesellschaft. 

5. Partizipation und Beteiligung: Lokales Wissen, klare Zuständigkeiten und politischer Rückhalt entstehen nicht im Nachhinein, sondern müssen im Prozess aufgebaut werden. Intep gestaltet einen mehrstufigen Prozess: eine Kerngruppe der Verwaltung begleitet das Projekt kontinuierlich; Fachgespräche mit Expert:innen bündeln Fachwissen aus relevanten Sektoren; öffentliche Formate z. B. Bürger:innenwerkstätten oder digitale Beteiligung sichern gesellschaftliche Akzeptanz. Eine begleitende Kommunikationsstrategie sorgt für Transparenz in Politik und Öffentlichkeit. 

6. Verstetigung, Controlling und Abschluss: Das Konzept enthält ein Verstetigungs- und Controllingkonzept mit klaren Erfolgsindikatoren, Verantwortlichkeiten und einem Monitoring-Rhythmus. So kann die Kommune Fortschritte eigenständig messen und das Konzept fortschreiben. Intep unterstützt bei Gremienpräsentationen und der Beschlussfassung. 

Was, wenn Klimaschutz Ihre Gemeinde unabhängiger und attraktiver macht?

Viele Kommunen erleben es bereits: Konsequenter Klimaschutz senkt nicht nur CO₂-Emissionen – er macht Ihre Gemeinde unabhängiger von steigenden Energiepreisen und entlastet langfristig den kommunalen Haushalt. Und ganz nebenbei entstehen durch naturbasierte Lösungen lebendige, attraktive Räume, die Bürger:innen spüren. Klimaschutz und Energiesouveränität sind zwei Seiten derselben Medaille. Wir zeigen Ihnen, wie Ihre Gemeinde beides erreicht.

Ihre Ansprechperson für kommunale Energie- und Klimaschutzkonzepte

Senior Consultant

Stefan Schmied